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Einzelhandel (Presse-Einzelhandel)

Als Einzelhändler werden Verkaufsstellen angesehen, die Presseprodukte wie Zeitungen und Zeitschriften in ihrem Angebot führen. Laut Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA) gibt es derzeit 115.929 Presseverkaufsstellen in Deutschland (Stand September 2013). Im Jahr 2012 waren es noch 2.508 Einzelhändler mehr. Von diesen 115.929 Verkaufsstellen verkaufen 93.725 Einzelhändler Zeitungen und Zeitschriften, 21.603 Einzelhändler verkaufen nur Zeitungen und es gibt 601 Spezialverkaufsstellen. Dabei wurden Gesamtumsätze zu Endpreisen in Höhe von ca. 3,151 Mrd. € erzielt.

Folgende Geschäftsarten werden unterschieden:

  • Fachgeschäfte mit ZZ-Fachgeschäftscharakter: 13.878 Einzelhändler
  • Kiosk: 9.832 Einzelhändler
  • Supermärkte / Lebensmittelmärkte: 16.440 Einzelhändler
  • Großformen des Einzelhandels: 1.902 Einzelhändler
  • Lebensmitteldiscounter: 13.024 Einzelhändler
  • Tankstellen: 13.537 Einzelhändler
  • Bäckerei / Konditorei: 29.312 Einzelhändler
  • Fachmarkt: 3.603 Einzelhändler
  • Sonstige: 17.209 Einzelhändler

Der Presse-Einzelhandel erhält die Presseprodukte zu Abgabepreisen, die der Verlag festgesetzt und gebunden hat, vom ortansässigen Presse-Grossisten.

Grundsätzlich hat jeder Einzelhändler, der Zeitungen und Zeitschriften in sein Programm aufnehmen möchte, ein Recht auf Belieferung, sofern der Grossist die Verkaufschancen für ausreichend erachtet und nicht der Schutz eines bereits bestehenden Einzelhandelsgeschäftes in der unmittelbaren Nachbarschaft dagegen spricht. Allerdings hat der Einzelhändler kein Dispositionsrecht, d.h. keinen Einfluss auf Titelsortiment und Liefermenge der einzelnen Titel. Das Titelsortiment richtet sich nach Platzangebot und Verkäuflichkeit. Für jeden Einzelhändler gibt es ein individuelles Sortiment an Zeitungen und Zeitschriften. Die große Zahl von Neuerscheinungen im Pressemarkt sowie zum Teil überhöhte Liefermengen haben in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen im Einzelhandel geführt, da das vorhandene Platzangebot oft nicht ausreicht, um alle gelieferten Titel angemessen zu präsentieren.

Um den Einzelhandel in seinen Möglichkeiten nicht zu überfordern, sind Verlage und Grossisten gemeinsam zu einer verantwortungsvollen Disposition gegenüber dem Einzelhandel verpflichtet. Im Bündnis für Marktpflege wurden zwischen dem VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger) und dem Presse-Grosso ergänzende Orientierungsregeln für die Sollremission vereinbart. Verlage und Nationalvertriebe wurden 2006 aufgefordert, diese Richtgrenzen einzuhalten. Als Rahmen für einen solchen verantwortungsvollen Umgang mit dem Einzelhandel wurde von den Verbänden Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDVZ) gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften- Grossisten 2012 ein neues Koordiniertes Vertriebsmarketing verabschiedet.


Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten e.V., Einzelhandelsstrukturanalyse 2013, http://www.pressegrosso.de/bereiche/marktanalyse/ehastra/ehastra-2013.html (abgerufen am 16.07.2014).

Auszüge aus dem VDZ Vertriebslexikon
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