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GTIN-Presscode

Der GTIN-Pressecode (GTIN = Global Trade Item Number) ist ein spezieller Artikel-Code für Presseerzeugnisse, wie Zeitungen und Zeitschriften.

Dieser Code ist eine Voraussetzung für den Vertrieb eines Presseproduktes über den Einzelhandel und Bahnhofsbuchhandel. Der Pressecode unterscheidet sich in der Bundesrepublik Deutschland vom Barcode für andere Konsumgüter durch die Integration des vom Verlag gebundenen Verkaufspreises. Die Einbeziehung des Verkaufspreises erübrigt beim Einzelhandel den Aufbau und die Pflege einer Artikelstammdatei. Der GTIN-Pressecode dient dem Handel nicht nur zur besseren Bewältigung des Zahlungsvorgangs an der Kasse (durch die entsprechende Ziffernfolge kann der Verkaufspreis direkt abgelesen werden), sondern vielmehr ist er für die Verarbeitung der Ware im Rahmen der Auslieferung und des Remissionsvorgangs von entscheidender Bedeutung.
Der GTIN-Code hat auch eine wichtige Bedeutung für das VMP-Verfahren (Verkaufstägliche Marktbeobachtung am Point of Sale). Gegenstand des VMP-Verfahrens ist die Sammlung und Verwertung der tagesaktuellen Abverkaufsdaten der angeschlossen Einzelhändler durch den jeweils liefernden Grossisten. Ziel des VMP-Verfahrens ist es, mit Hilfe der (mehrmals täglichen) Auswertung der Scannerkassen-Verkaufsdaten, die Qualität der Warenwirtschaft kontinuierlich zu verbessern und eine noch höhere Marktausschöpfung zu erreichen.

Seit Januar 2012 wird das Jugendschutzgesetz auch bei Presseprodukten effektiver durchgesetzt. Presseprodukte mit beigefügten CDs, CD-ROMs oder DVDs, die mit einer Altersbeschränkung der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) oder Freiwilligen Selbstkontrolle der Unterhaltungssoftware (USK) gekennzeichnet sind, werden mit einem neuen „Jugendschutz-Präfix“ im GTIN-Code versehen.

Unterscheidet sich die GTIN-Codierung in Bezug auf dem Preis vom aufgedruckten Heftpreis und entsteht dem Handel dadurch Schaden, bekommt der Einzelhandel die erforderliche Gutschrift vom Verlag erstattet.
Fehler des GTIN-Codes, die eine Korrektur erforderlich machen, sind beispielsweise:

  • Unleserlicher Code
  • Code ohne oder mit falschem Länderkennzeichen
  • Code ohne oder mit falschem Mehrwertsteuer-Kennzeichen
  • Code ohne oder mit falschen Preis
  • Code ohne oder mit falscher VDZ-Artikelnummer, falls nicht durch andere Maßnahmen die eindeutige Zuordnung möglich ist
  • Code ohne oder mit falschem ADD-ON, falls nicht durch andere Maßnahmen die eindeutige Zuordnung möglich ist
  • Code ohne oder mit falschem Jugendschutz-Präfix


Der VDZ (Verband Deutscher Zeitungsverleger) hat im November 1994 unter dem Titel „Pressecodierung“ einen Leitfaden für die Codierung von Zeitungen und Zeitschriften in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht. Bis Ende 2008 war dieser Code unter dem Namen EAN-Pressecode (EAN = European Article Number) bekannt.

Für die Teilnahme am GTIN-Pressecode muss der betreffende Verlag Mitglied bei der GS1 (Global Standard 1) werden. Die GS1 vergibt die titelgebundene VDZ-Nummer.


Auszüge aus dem VDZ Vertriebslexikon
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