Themenvielfalt

Werfen Sie einen Blick in unsere Referenzen und lernen Sie uns kennen.

Mehr erfahren …

ISPC-Verfahren/EDI-Press

Standardisiertes Verfahren zum Datenaustausch zwischen Grossisten und Bahnhofsbuchhändlern einerseits und Verlagen und Nationalvertrieben andererseits.
Früher erhielten die Verlage von den Grossisten die für ihre Auflagenentscheidung erforderlichen Daten über die Verkäufe der letzten Ausgaben per Telefon, Fernschreibcode oder Post. Sie mussten mühsam zusammengetragen werden, es entstanden Übermittlungsfehler und erhebliche Verzögerungen. Ein schnelles Reagieren für die Festlegung der Druckauflagen künftiger Ausgaben war kaum möglich.

Mit fortschreitender technologischer Entwicklung und wachsendem Informationsbedarf entstand Ende der 1970er Jahre das ISPC-Verfahren – ein neues Konzept für die Datenübermittlung. Träger des Verfahrens wurde die 1977 gegründete ISPC Intermedia Standard Presse-Code GmbH & Co., Hamburg

Seither übermittelt der Handel mit Hilfe dieses Konzeptes alle

  • KR-Warenflussdaten,
  • Verkaufs-/Regulierungsdaten für den EH,
  • Regulierungsdaten nach Größenklassen

an die Verlage und Nationalvertriebe. Heute sind alle Grossisten sowie alle größeren Verlage und Nationalvertriebe dem ISPC-Verfahren angeschlossen. Gemäß den seit 1993 geltenden Kriterien für den Bahnhofsbuchhandel ist die Datenübermittlung per ISPC-Verfahren auch für den BB-Status zwingende Voraussetzung.

Alle Rechenzentren der Grossisten übermitteln einmal wöchentlich sämtliche Vertriebsdaten aller im titel- und nummernbezogenen Aufruf befindlichen Objekte geschlossen an das ISPC-Sammelrechenzentrum. Dort werden die Daten formal geprüft, nach Verlagen und Nationalvertrieben selektiert, gespeichert und den einzelnen Lieferanten zum Abruf über deren EDV-Anlagen bereitgestellt.

Eine Fortentwicklung des ISPC-Verfahrens stellt das EDI-PRESS-Verfahren (EDI = Electronic Data Interchange; EDI-Press = Electronic Data Interchange of Press Distribution Information) dar, das Mitte der 90er Jahre entwickelt wurde. Grundlage dafür waren folgende Anforderungen:

  • Modernisierung der Technik des ISPC-Datenaustauschverfahrens; Anpassung an den Stand der EDI-Technologie
  • Erweiterung des Informationsaustausches und Einbeziehung grundlegender vertrieblicher Steuerungsabläufe
  • Schaffung einer freien Kommunikationsmöglichkeit aller Verfahrensteilnehmer (Matrix-Kommunikation/Datenautobahn in alle Richtungen)
  • Erreichen von Effizienzverbesserungen und Erschließen von Rationalisierungspotentialen im Rahmen der Datenproduktion und Datenweiterverarbeitung
  • Senkung der Kosten der Datenübertragung



EDI-PRESS bietet z.Z. folgende Standard Informationsschnittstellen an:

Kommunikationsweg Handel an Verlag/ND:

  • ISPC-Formate (klassisch)
  • Remissionsdaten
  • Verkaufsdaten/Regulierungsdaten
  • Bezug nach Größenklassen
  • LogiPress-Daten (LogiPress)
  • Bezugsaufteilungen BB
  • VMP-Daten
  • KVM-Dienstleistungen
  • EHASTRA-Daten
  • Freie Formate


Kommunikationsweg Verlag an Handel

  • Standard EVT-Kalender
  • Objektstammdaten
  • Verlagsrechnungen
  • Konditionen
  • Kontinuation und Packparameter
  • Bezugsmeldungen und Packparameter
  • Freie Formate



Ziel der ISPC GmbH ist es, alle derzeitigen und zukünftigen Informationen, die branchenübergreifend verwandt sind, in EDI-Schnittstellen umzusetzen.

Ein ISPC/EDI-PRESS-Handbuch auf CDROMbeschreibt ausführlich das Verfahren. Siehe auch www.ispc.de.


Auszüge aus dem VDZ Vertriebslexikon
© VDZ Zeitschriften Akademie GmbH

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Einwilligung

Wir haben für Sie hier die wichtigsten Begriffe des Vertriebslexikons ausgewählt, das komplette Vertriebslexikon können Sie bei der VDZ Zeitschriften Akademie bei Frau Bettina Heiroth erwerben: b.heiroth@vdz.de