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IVW

Abkürzung für Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. Mit der IVW besteht seit 1950 ein effektives System der Prüfung und Veröffentlichung der Verbreitungsdaten der Medien. Die IVW ist eine neutrale Einrichtung, die von den Medien, den Werbungtreibenden und den Werbeagenturen getragen wird. Die IVW wurde im Jahre 1949 zunächst als Unterorganisation des ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) gegründet und 1955 als Verein rechtlich verselbständigt. Die IVW hat ihren Sitz seit 2003 in Berlin.

Die IVW ermittelt, kontrolliert und publiziert Auflagen- und Verbreitungsdaten von periodischen Druckerzeugnissen. Darüber hinaus kontrolliert sie den Plakatanschlag und die Besucherzahlen im Kino sowie – seit 1994 – die ordnungsgemäße Ausstrahlung von Hörfunk-und Fernsehspots sowie für Online-Dienste die nachgewiesenen Zugriffe.

Zwei Zielrichtungen verfolgt die IVW: Werbe- und Mediaplanern objektiv ermittelte und geprüfte Verbreitungsdaten der Werbeträger zur Verfügung zu stellen und den Werbekunden der elektronischen Medien Sicherheit über die vertragsgemäße Ausstrahlung ihrer Werbespots zu geben, zum anderen den etwas abstrakteren Zweck der Sicherung eines fairen Wettbewerbs, insbesondere im Bereich der Print-Medien untereinander.

Zurzeit hat die IVW 2.136 Einzelmitglieder (Stand März 2010):

  • 1.265 Verlage
  • 35 Rundfunk- und Fernsehveranstalter/Werbegesellschaften• 46 Werbeagenturen
  • 15 werbungtreibende Unternehmen
  • 15 Plakatanschlagunternehmen
  • 721 Online-Anbieter
  • 39 sonstige Mitglieder

Im Pressebereich sind insgesamt 398 Zeitungen (373 Tageszeitungen und 25 Wochenzeitungen) und 2.057 Zeitschriften (877 Publikumszeitschriften und 1.180 Fachzeitschriften der IVW angeschlossen. Die verkauften Auflagen pro Erscheinungsintervall betragen für alle Zeitungen rund 22,8 Mio. Exemplare und für alle Zeitschriften rund 113,6 Mio. Exemplare (Stand 4. Quartal 2010).Neben den traditionellen Zeitungen und Zeitschriften prüft die IVW im Printbereich auch Supplements, Kundenzeitschriften, Kalender, Offertenblätter, Handbücher, Telekommunikationsverzeichnisse (Telefonbücher, Branchentelefonbücher/ Gelbe Seiten usw.)

Bei den Fachzeitschriften wird auch die IVW geprüfte Empfängerdatei-Analyse Fachzeitschriften (EDA) bei der Prüfung der teilnehmenden Verlage miterfasst. Die aktuelle EDA liefert für 49 Titel aus 23 Fachzeitschriftenverlagen eine Aufschlüsselung hinsichtlich der geographischen Verbreitung des Titels und der belieferten Branchen. Weitere Auswertungen hinsichtlich der Größe der belieferten Betriebe sowie der Funktion und Stellung der in der Versandadresse genannten Empfänger-Person sind möglich.

Das System der Auflagenkontrolle ist ebenso einfach wie effizient: Die Mitgliedsverlage verpflichten sich durch ihren Beitritt zur IVW, regelmäßig nach Abschluss eines Quartals ihre Auflagenzahlen der IVW zu melden. Diese werden dann in den vierteljährlich erscheinenden „IVW Auflagenlisten“ veröffentlicht.

Die Zahlen werden in der Regel zweimal jährlich von einem IVW-Prüfer kontrolliert. Diese Prüfung umfaßt – stark vereinfacht – Druck- und Vertriebsunterlagen, für die verkaufte Auflage, darüber hinaus Buchhaltungsunterlagen und Vertriebserlöse. Die gemeldeten Zahlen müssen bis auf das Stück genau nachgewiesen und durch korrespondierende Erlöse belegt werden.

Die IVW-Meldung des Verlages beinhaltet
folgende Auflagenkategorien jeweils für die gesamte Auflage und die Auslandsauflage:

  • Druckauflage
  • Abo-Exemplare – mit dem gesonderten Ausweis „davon Mitgliederstücke“
  • Einzelverkauf = EV-Lieferungen abzüglich Remission
  • Lesezirkelstücke
  • Bordexemplare
  • Sonstiger Verkauf
  • Freistücke
  • Verkauf gesamt
  • Verbreitung


Die der IVW gemeldeten Verkaufszahlen entsprechen nicht genau dem tatsächlichen Verkaufsdurchschnitt der im betreffenden Quartal erschienenen Ausgaben. Da die im Quartal ausgelieferten Stücke mit den im Quartal angefallenen Remittenden verrechnet werden, die zum Teil von Ausgaben des Vorquartals stammen, ergeben sich gegenüber den definitiven Zahlen leichte Verschiebungen.

Dieses Verfahren wurde im Interesse der Aktualität gewählt. Die IVW-Meldung wird jeweils am 15. des ersten Quartalsmonats für das vorhergehende Quartal veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt liegen die Remittenden der letzten Ausgaben (z. T. aus dem Inland, vor allem aber aus dem Ausland) und damit die effektiven Verkaufszahlen noch nicht vor.
In die IVW-Prüfung werden auch Dienstleister der Verlage (Druckereien, Nationalvertriebe usw.) mit einbezogen. Die IVW-Richtlinien sehen seit 2003 zusätzlich die die Möglichkeit der externen Prüfung bei Unternehmen des Lesezirkels und des Werbenden Buch- und Zeitschriftenhandels vor.

Auf Antrag des Verlages prüft die IVW neben den Quartalsmeldungen auch die heftbezogenen Auflagenzahlen. Meldung und Prüfung umfassen die gleichen Auflagensparten wie die Quartalszahlen. Die heftbezogenen Auflagen werden jeweils vier Wochen nach Angebotsende an die IVW vom Verlag online gemeldet und einen Tag später über das Online-System der IVW veröffentlicht. Dabei werden noch nicht vorliegende Remissionen kalkulatorisch berücksichtigt.

Für jede heftbezogene Meldung ist spätestens sechs Monate nach Angebotsende eine Abschlussmeldung abzugeben, in die die endgültigen Remissionszahlen Eingang finden.

Die Prüfung heftbezogener Auflagen erfolgt im Rahmen der zeitraumbezogenen Prüfung anhand der Vertriebsunterlagen. Die Unterlagen sind so zu führen, dass der IVW-Prüfer die Feststellung im Hinblick auf die heftbezogenen Auflagen unmittelbar treffen kann. Dies gilt insbesondere für die Remission. Die Prüfung kann sich auf alle oder einzelne Ausgaben des seit dem zuletzt geprüften Quartal vergangenen Zeitraums erstrecken.

Für Tageszeitungen erhebt die IVW im Rhythmus von 2 Jahren bei den Tageszeitungsverlagen neben den Quartalsauflagen der einzelnen Titel auch die geographische Verbreitung ihrer verkauften Auflage in rund 12.300 deutschen Städten und Gemeinden. An der Verbreitungsanalyse Tageszeitungen (VA) 2006 nahmen über 300 Zeitungen mit mehr als 1.000 Anzeigenbelegungseinheiten teil.

Parallelorganisationen zur IVW gibt es in fast allen Industrieländern. Sie heißen in den meisten Ländern nach der englischen Bezeichnung ABC (Audit Bureau of Circulation). Die IVW gehört zusammen mit weiteren 36 nationalen Kontroll-Organisationen der International Federation of Audit Bureaux of Circulations (IFABC)



Auszüge aus dem VDZ Vertriebslexikon
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